Höhere Mächte auf Koh Samui

Eigentlich wollte ich schon vor Tagen ein aktuelles Update  aus Koh Samui geben und über meinen Besuch bei Buddha berichten, aber es waren höhere Mächte im Spiel.


Aufgrund von Stromausfällen konnte ich meiner Arbeit als eifriger Blogschreiber diese Tage leider nicht nachgehen und musste leider am Strand unter Palmen aus Kokosnüssen schlürfend, mein Dasein fristen. Trotzdem habe ich mich irgendwann aufgerafft und um herauszufinden was mit dem Strom hier nicht stimmt…

Hintergrund:

Nachdem sich in letzter Zeit hier auf der Insel anscheinend die längeren Stromausfälle häuften, wurde gestern der gesamte Strom auf der Insel vorsorglich über den ganzen Tag gekappt, um das Stromnetz zu modernisieren.

Aus diesem Anlass möchte ich euch erzählen, wie das hier so mit dem Strom ist und wie ich herausgefunden habe, warum die Modernisierung des hiesigen Stromnetzes vermutlich nicht an einem Tag erledigt sein wird.

Auf dem Titelbild ist übrigens der „Big Buddha“, ein bekanntes Wahrzeichen auf Koh Samui. Der Beitrag über meinen dortigen Besuch und den buddhistischen Tempelanlagen wird aufgrung der aktuellen Geschehnisse verschoben und folgt die nächsten Tage.

 

Was passiert hier bei einem Stromausfall?

Nichts, Es passiert erst Mal stundenlang absolut nichts. Genau darin sehen viele Auswärtige und Touristen ein Problem 😉

Mit Stromausfällen verhält es sich hier übrigens ein wenig anders wie in Deutschland, wo man meist außer einem flackernden Licht nicht viel bemerkt oder gar Wochen im voraus benachrichtigt wird. Hier bemerkt man ihn wenn es in den Räumen auf einmal verdächtig ruhig wird und einem kurz darauf die Flüssigkeit im Körper aus allen Poren langsam aber sicher ausläuft.

Ja, die Klimaanlagen brauchen halt Strom und ohne sie geht es zu dieser Jahreszeit kaum, denn die meist dünn isolierten Wohnungen können der Gluthitze draußen einfach nicht lange standhalten. Ich persönlich habe dabei noch Glück, dass meine Wohnung ziemlich schattig im Erdgeschoß liegt. Aber fragt mal lieber nicht meine Bekannten, hoch oben auf dem sonnenverwöhnten Berg über mir.

Als ich Sie heute in ihrer Sauna besuchen wollte, waren sie schon gar nicht mehr da. Die sind einfach irgendwann ins große Einkaufscenter geflüchtet um sich abzukühlen. Dort kommt der Strom natürlich aus teuren Notstromaggregaten, damit die Leute noch einen kühlen Kopf beim Geld ausgeben bewahren können.

 

Was ist mit dem Strom hier los?

Stromausfälle sind hier wirklich nichts ungewöhnliches mehr und jeder der auf Strom angewiesen ist, hat irgendwo sein Notstromaggregat rumstehen.

Neu ist nur, dass diese Stromausfälle nun vorher angekündigt werden:

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Hmmm, also laut obigem Aushang muss anscheinend das Stromnetz hier auf der Insel modernisiert werden. Ich verstehe die ganze Aufregung um die anscheinend schlechte Stromversorgung hier nich und daher habe ich mir das heute mal genauer angeschaut.

Als Laie konnte ich zunächst nichts außergewöhnliches feststellen, aber wenn man genauer auf die Bilder schaut, wird schnell klar das die lokale Stromversorgung nicht gerade auf dem „Reissbrett“ geplant wurde und die Modernisierung noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird 😉

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Strom auf Koh Samui: „Ab durch die Hecke“
Strom auf Koh Samui: Ordnung ist das halbe Leben
Strom auf Koh Samui: Ordnung ist das halbe Leben
Strom auf Koh Samui: Der Baum als Isolator
Strom auf Koh Samui: Der Baum als Isolator
Strom auf Koh Samui
Strom auf Koh Samui

 

 

Die (bemit)leidige(nde) Zahngeschichte 😉

Es haben sich in der Zwischenzeit viele bei mir über den aktuellen Status meiner Zahnprobleme erkundigt und mir eine gute Besserung gewünscht. Dafür möchte ich mich hier einfach nochmal ganz herzlich bedanken. Es war nicht immer einfach sich da (vorallem in einem fremden Land) durchzubeissen und jegliche Unterstützung und Anteilnahme haben mir dabei sehr gut getan. Die frohe Kunde ist, es geht nun wieder aufwärts und das „GO“ fürs tauchen habe ich auch.

Meine Wunde verheilt sehr gut und die Entzündung ist mittlerweile auch stark zurückgegangen, allerdings noch nicht vollständig beseitigt. Daher gilt es, die Antibiotika-Kur doch noch einige Tage fortzusetzen.

Da die Zahnlücke mich doch ziemlich doof aussehen lässt, lasse ich mir gerade auch ein Provisorium anfertigen. Nach 2-3 Monaten sollte alles soweit ausgeheilt sein und dann werde ich mir in Deutschland Gedanken um ein Implantat machen müssen.

Mittlerweile bin ich zu einem Hobbyexperten geworden, was Zahnentzündungen. Wer also mal einen Rat braucht, darf sich gerne melden.

 

Wie geht es weiter?

Da ich jetzt bald wieder 100% fit sein werde, kommt auch wieder die Unternehmungslust auf. Ich möchte die nächsten Tage die Insel weiter erkunden und einige Schnorchelspots ausprobieren. Ebenso steht ein Ausflug in den Angthong National Marine Park auf dem Programm. Dazu wird es sicher neue Bilder und einen Beitrag geben auf den Ihr euch freuen dürft.

Nächsten Dienstag ist das Provisorium fertig und dann werde ich meine Zelte hier abbrechen und auf die kleinere Nachbarinsel Ko Tao rübersetzen und mich dort einige Tage mit Tauchen und Yoga beschäftigen.

Falls ich danach noch nicht genug vom Tauchen habe, könnte ich noch eine mehrtägige Tauchsafari in weitere gute Tauchgebiete auf der anderen Westseite Thailands in Angriff nehmen. Andernfalls wird es mich wohl eher in den Norden nach Chiang Mai und Pia ziehen.

Ich denke aufgrund der ganzen Verzögerung durch die Zahnprobleme macht es nun Sinn die Reise lediglich auf Thailand zu beschränken und nicht wie ursprünglich geplant auf Kambodscha, Laos und Vietnam auszuweiten. Ich möchte die Orte einfach nicht durchhetzen und die anderen Länder kann ich auch noch irgendwann später besuchen. Da mein Touristenvisum in Thailand nur 30 Tage gültig ist, muss ich mich noch um eine Verlängerung kümmern.


Ich habe gehört das in Deutschland längst der Sommer eingekehrt ist. Hoffe Ihr könnt das schöne Wetter gut geniessen. Hier ist es leider nicht mehr ganz so schön, Die Gluthitze wechselt mit Gewitter und kurzen Regenschauern. aber alles noch im grünen Bereich. Also bis die Tage 🙂

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