Begegnung mit „Hoodoos“ in Banff (Kanada: Teil 8)

Heute haben wir noch eine Begegnung mit sogenannten „Hoodoos“ in Banff! Wir klären gleich auf, was es damit auf sich hat. Doch zunächst müssen wir uns an unserem ersten Campingplatz zurecht finden…


Hoodoo Trail mit Blick aufs Bow Valley bei Banff
Hoodoo Trail mit Blick aufs Bow Valley bei Banff

Nach unseren „Bärengeschichten aus den Rocky Mountains„am heutigen Vormittag, erreichen wir am frühen Abend unseren ersten Campingplatz in Banff. Dieser hat eine herrliche Lage im Tal und bietet schöne Ausblicke auf die umliegenden Berge.

Ankunft und Registrierung verlaufen relativ unkompliziert. Der „Tunnel Mountain Trailer Court“ umfasst ein riesiges Areal für Wohnmobile mitten in der Natur, aber wir finden uns relativ schnell zurecht.

Vor dem Abendessen bleibt sogar noch Zeit für eine weitere kleine Wanderung direkt vom Campingplatz aus. Wir ziehen los zum „Bow Valley“, um die schon erwähnten „Hoodoos“ zu begutachten. Wir haben noch keine so richtige Ahnung, was es damit auf sich hat, aber werden es bald heraus finden.

 

Bow Valley Wanderung auf dem „Hoodoo Trail“

Der „Hoodoos Trail“ bei Banff führt uns entlang des Bow Valleys mit tollen Ausblicken auf das Tal, welches sich der gleichnamige Fluss „Bow River“ über einen sehr langen Zeitraum zurecht geformt hat.

Zwischen den Bäumen entdecken wir dann die ersten „Hoodoos“. Wir klären im nächsten Kapitel, was wir da genau erspähen. Der schöne weite Blick ins Tal erfordert zunächst unsere ganze Aufmerksamkeit:

Mit ein wenig Glück kann man hier auch Bären, Elche und andere wilden Tiere beobachten! Doch unsere müden Augen sehen heute nicht mehr so viel.

Noch vor dem Sonnenuntergang sind wir wieder zurück auf dem Campingplatz. Dort müssen wir noch einen großen Wapiti Hirsch umgehen, der unweit von unserem Wohnmobil grast. Der war dann wirklich nicht zu übersehen. 😉

Wir halten ihn aufgrund seiner enormen Größe zunächst für einen Elch. Andere Beobachter bezeichneten das Tier zudem als „Elk“. Doch später erfahren wir, dass Elche in Nordamerika „Mousse“ heißen und die Wapiti Hirsche „Elk“ genannt werden. Ein wenig verwirrend für uns, aber gut. Die“Mousse“, bzw. die richtigen  Elche werden wir einige Tage später auch noch zu Gesicht bekommen.

Endlich wieder im Wohnmobil angekommen, müssen wir aufgrund der Kälte auch gleich mal die Wohnmobil Heizung anmachen. Nach einem schnellen aber leckeren Abendessen fallen die Äuglein zu. Wir träumen schon bald einen bunten Mix aus Bären, Elchen und Hoodoos.

Was sind Hoodoos?

Hoodoos (roter Pfeil)
Hoodoos (roter Pfeil)

Nun kommen wir aber zurück zu den „Hoodoos“. Das ist weder Zauberei noch irgend ein indianischer Kult, wie der Name vielleicht vermuten lässt.

Die zahlreichen Informationstafeln entlang des Wanderweges haben uns aufgeklärt.

Hoodoos sind kurios aussehende turmartige Überbleibsel der Hochplateaus, die sich früher hier befanden. Diese geologischen Formationen aus Sedimentgestein wurden über Millionen von Jahren durch Verwitterung und Erosion geformt.

Hier im Tal existieren allerdings nur noch einige wenige dieser natürlichen Felstürme und man kann sie leicht übersehen, wenn man nicht nach Ihnen Ausschau hält. Zudem sind die Aussichten auf das Bow Valley sehr spektakulär und unsere Begeisterung für die „Hoodoos“ hält sich daher in Grenzen.

Bemerkung aus der Zukunft: Wir wussten zum damaligen Zeitpunkt ja noch nicht, dass uns im weiteren Verlauf unserer Weltreise und viele tausende Kilometer entfernt, bald ganze Hoodoo Landschaften total in den Bann ziehen werden. Aber dazu mehr auf unserem Stopp im Südwesten der USA viele Wochen später. 😉

 

Die erste Nacht im Wohnmobil

Unser Wohnmobil in Banff
Unser Wohnmobil in Banff

Anfangs ist für uns Camping-Neulinge noch alles ziemlich ungewohnt im Umgang mit dem Wohnmobil. Die Bedienungsanleitung zu studieren kann hier tatsächlich von Vorteil sein, gibt es doch einige Dinge zu beachten. Nach kurzer Zeit spielt sich aber schnellschon eine gewisse Routine ein.

In der ersten Nach schlafen wir leider nicht sonderlich gut. Die Matratzen sind nicht sehr komfortabel und zudem müssen wir aufgrund nächtlicher Minusgrade die Heizung laufen lassen.

Die dadurch bedingte Lautstärke der Lüftung ist sehr gewöhnungsbedürftig. Unsere mitgebrachten Ohrstöpsel entwickeln sich dabei zu einem unserer wichtigsten Reise-Utensilien.

Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnen: Der Winter in Kanada kommt dieses Jahr einige Wochen früher als erwartet. Es wird also noch viel kälter werden und daher werden wir die Heizung jede Nacht brauchen.

Trotz der eisigen Temperaturen strahlt die Sonne tagsüber meist mit uns um die Wette und wird uns bald noch viel mehr tolle Aussichten und Erlebnisse in den Bergen bescheren.

 

Unsere Rocky Mountains Route

Vorschau auf Lake Louise
Vorschau auf Lake Louise

Morgen fahren wir ganz früh nach Lake Louise weiter. Unser Plan ist es, den Sonnenaufgang am gleichnamigen See „Lake Louise“ zu beobachten und danach einen der hiesigen Berge zu besteigen, um die Aussicht zu genießen.

Danach reisen wir auf dem 230 Kilometer langen „Icefields Parkway“ weiter Richtung Norden bis nach Jasper. Es werden die schönsten Kilometer Straße, die wir je befahren haben.

Diese Straße ist die einzige Verbindung zu den nördlichen Rocky Mountains und gehört zu den schönsten Panoramastraßen der Welt.

Auf dem Weg Richtung Jasper unternehmen wir in den nächsten Tagen viele herrliche Wanderungen. Diese bringen uns auf einsame Gipfel und mitten in die unberührte Natur der Rocky Mountains.

Wir berichten Euch in den nächsten Beiträgen von all diesen Unternehmungen!

 

Tunnel Mountain Trail

Blick vom Tunnel Mountain auf das Bow Valley
Blick vom Tunnel Mountain auf das Bow Valley

Eine weitere tolle Wanderung in Banff ist der Tunnel Mountain Trail. Allerdings unternehmen wir diese Wanderung erst 3 Wochen später, als wir auf dem Rückweg nach Calgary nochmals in Banff einen Stopp einlegen.

Hier sind wir über mehrere Serpentinen gemächlich auf die 1693 Meter hohe Spitze des „Tunnel Mountain“ hinauf spaziert.

Von dort oben hat man eine herrliche Sicht auf die Stadt Banff im Osten, das Bow Valley im Westen und die beiden markanten Bergspitzen Mt. Rundle im Norden und den Mt. Cascade im Süden.

Der Berg erhielt seinen Namen, weil ursprünglich ein langer Tunnel für die Eisenbahn erbaut werden sollte. Später fand man aber eine bessere Strecke und die Pläne wurden niemals ausgeführt.

 

Wie geht es mit unserem Blog „RLeben.de“ weiter?

es gibt noch viel zu berichten
es gibt noch viel zu berichten

Wie schon viele treuen Leser bemerkt haben, sind wir mit dem Blog mittlerweile zeitlich weit hinterher. Aktuell haben wir schon Kanada, die USA, Mexiko, Kuba und vor einigen Tagen auch die Stadt der Liebe bereist ohne davon berichtet zu haben. Es blieb während der Reise einfach zu wenig Zeit, um Reiseberichte zu schreiben.

Aber keine Sorge, die vielen schönen Momente und Bilder unserer Reise gehen nicht verloren und werden nach und nach chronologisch hier veröffentlicht.

Wir versuchen von nun an, jede Woche mindestens einen Reisebericht zu veröffentlichen. Mal schauen ob uns das gelingt 😉

Vor einigen Tagen sind wir übrigens auch wieder wohlbehalten zu Hause angekommen und werden nun die Weihnachtszeit bis ca. Ende Januar im Kreise unserer Lieben genießen.

Im Februar 2020 geht es für uns in die zweite Halbzeit unseres Flitterjahres. Wir planen 2-3 Monate mit dem Campervan durch Neuseeland zu reisen und ebenfalls längere Zeit in Australien zu verbringen.

Falls es sich ergibt, machen wir auf dem Weg dorthin auch irgendwo einige Tage Halt. Bisher haben wir allerdings noch keinerlei Flüge gebucht, die Planung dafür werden wir im Januar tätigen.