Die Highlights vom „Icefields Parkway“ (Kanada: Teil 11)

Heute folgen die Highlights vom „Icefields Parkway“. Die weltberühmte Panorama Straße bietet uns immer neue atemberaubende Perspektiven auf die wunderschöne Bergwelt der kanadischen Rocky Mountains.

Nachdem wir Euch im letzten Artikel die schönste Straße der Welt und das „Columbia Eisfeld“ näher vorgestellt haben, folgen heute die Highlights unserer Reise auf dem atemberaubenden „Icefields Parkway“ mitten durch die kanadischen Rocky Mountains.

Wir wünschen viel Spaß mit unseren Impressionen und Eindrücken.

 

Icefields Parkway Fahrt

Icefields Parkway
Icefields Parkway

Der heutige Tag wird ein sehr langer werden, denn unsere Reise führt uns über 230 Kilometer durch die großen Gebirgszüge der Rocky Mountains bis nach Jasper.

Unser Dilemma: Wir wollen auf dem „Icefields Parkway“ eigentlich am liebsten nach jeder Biegung anhalten, um das neue schöne Panorama einzufangen.

Wir erkunden auch viel zu Fuß, wie beispielsweise den „Bow Summit Trail“ und „Parker Ridge Trail“.

Wandern ist für uns einfach die schönste Art, um diese weitgehend unberührte Natur zu erkunden und zu spüren.

 

Lake Peyto: Bow Summit Wanderung

Peyto Lake Kanada
Peyto Lake Kanada

Der Peyto Lake ist das Highlight vieler Besucher hier. Bei unserer Ankunft war die Zufahrt zum Parkplatz wegen Bauarbeiten leider gesperrt.

Wir ließen uns davon aber nicht aufhalten und parkten einfach neben dem „Icefields Parkway“. Ein kleiner Trampfelpfad hat uns dann zu einem alternativen Weg zum See geführt.

Vom Peyto Lake ging es weiter auf einen Berggipfel namens „Bow Summit“. Dort war aufgrund des gesperrten Parkplatzes niemand mehr und wir konnten die Natur wieder voll und ganz in der Zweisamkeit genießen.

 

Bow Lake Spaziergang

Ariane vor dem Bow Lake
Ariane vor dem Bow Lake

Dieser leicht zugängliche Gletschersee liegt direkt am berühmten „Icefields Parkway“.

Die meisten Touristen machen hier jedoch nur einen kurzen Stopp für Fotos und fahren weiter.

Es lohnt sich aber, ein wenig mehr Zeit hier zu verbringen. Wir fahren die nächste Einfahrt rein und gelangen nach kurzer Zeit auf den Parkplatz eines Restaurants, von dem ein Fußweg zum See führt.

Das Seeufer bietet einige sehr schöne Motive für Fotos:

TIPP: Ein kleiner und wenig frequentierter Pfad führt am See entlang bis zum Bow Gletscher.

 

Zwischenstopp: Waterfowl Lake

Der unscheinbare Waterfowl Lake ist ein kleiner Geheimtipp am „Icefields Parkway“.

Unter windstillen Bedingungen spiegelt der See das umliegende Bergpanorama perfekt und bietet uns wunderschöne Fotomotive während einer kleinen Pause.

 

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Mistaya Canyon

Direkt an der Straße befindet sich ein Parkplatz. Ein kurzer aber steiler Fußweg führt von dort hinab in das Tal zum Mistaya Canyon.

Nach 10 Minuten erreichen wir unten eine Holzbrücke. Hier beginnt der eigentliche  Canyon.

Es ist beeindruckend anzuschauen, wie sich der Fluss hier in den Kalkstein hineinfrisst und dabei einen tiefen und engen Canyon hinterlässt.

 

Parker Ridge Trail

Schatten im Schnee
Schatten im Schnee

Obwohl es  mittlerweile schon später Nachmittag geworden ist, entscheiden wir uns, noch den Parker Ridge Trail zu wandern.

Eine Entscheidung, die wir nicht bereuen. Aufgrund der späten Tageszeit begegnen uns nur noch einige Rückkehrer und als wir nach einigen Kilometern den ersten Anstieg erklommen haben, genießen wir nur noch das Winter Wunderland dort oben.

Schon bald blicken wir auf das Tal des Saskatchewan Gletschers.

Mit 7 Kilometern Länge ist er der längste Gletscher des großen Columbia Eisfelds auf den Rocky Mountains.

Wie schon im letzten Artikel über den „Icefields Parkway“ beschrieben, ist das „Columbia Icefield“ stellenweise noch bis zu 365 Meter dick. Wie alle Gletscher dieser Welt schmilzt es allerdings rapide. Vor einigen tausend Jahren ragten nur die Spitzen einiger der größten Erhebungen aus dieser Schneemasse heraus.

Zoomt gern mal in das Bild mit dem Schneemann hinein. Dort erkennt Ihr, wie sehr sich der Saskatchewan Gletscher mittlerweile zurückgezogen hat.

Die Sonne steht schon sehr flach über den Bergen und die Schatten werden länger. Es wird Zeit, wieder zurück zum Ausgangspunkt zurückzukehren.

Später erfuhren wir übrigens, dass der „Parker Ridge Trail“ wegen Schnee offiziell schon geschlossen war. Nun wird uns auch klar, warum wir am Ende des Trails nur noch sehr wenige Spuren im Schnee entdecken konnten.

 

Athabasca Gletscher

Athabasca Gletscher
Athabasca Gletscher

Der Athabasca Gletscher ist einer der sechs Hauptzungen des Columbia Eisfeldes. Ein schöner Gletscher flankiert durch mehrere hohe Dreitausender Berge.

Leider gelangt man als Fußgänger nicht mehr direkt an den Gletscher heran.

Aufgrund seiner Lage gleich neben der Straße ist er trotzdem der meistbesuchte Gletscher in den kanadischen Rocky Mountains.

Gleich nebenan befindet sich auch das „Columbia Icefield Discovery Centre„. Von dort kann man Touren mit speziellen Bussen auf den Gletscher unternehmen.

Sicherlich eine tolle Erfahrung, aber es reizt uns nicht sonderlich. Der Bereich um den Gletscher ist uns ein wenig zu stark vom Tourismus geprägt. Außerdem hatten wir ja auch schon direkten Kontakt mit Gletschern in Island vor einigen Wochen.

 

„Sunwapta Falls“ und „Athabasca Falls“

Sunwapta Falls
Sunwapta Falls

Das Schmelzwasser des Athabasca Gletschers fließt in den Sunwapta River und stürzt dabei mehrere schöne Wasserfälle hinunter.

Einer dieser Wasserfälle nennen sich „Sunwapta Falls“. Der Name kommt aus dem Indianischen und bedeutet: „Wildes Wasser“.

Wir legen hier einen kleinen Stopp ein und bewundern hier auch wie die Abendsonne noch die Spitzen der umliegenden Berge anstrahlt.

Der gleichnamige Sunwapta River mündet später in den Athabasca River. Dieser lädt weiter flussabwärts auch zu einem weiteren schönen Stopp bei den „Athabasca Falls“ ein.

Die 23 Meter hohen Wasserfälle sind nicht wegen ihrer Höhe bekannt, sondern wegen der Kraft, mit der das Wasser sich seinen Weg durch die Felsen bahnt. Bei den chinesischen Touristen war dieser Wasserfall im Übrigen auch sehr beliebt. Wir legten hier nur einen kurzen Zwischenstopp ein.

 

Weitere Highlights des Icefields Parkway

Athabasca Falls
Athabasca Falls

Mittlerweile ist der Artikel sehr lang geworden, daher nur noch einige kurze Tipps für den „Icefields Parkway“:

  • Es lohnt sich, bei den Aussichtspunkten am „Sascatchan Crossing“ und der „Goats and Glaciers“ längere Stopps einzuplanen.
  • Tolle Wanderungen finden sich unter Anderem auf dem „Fryatt Valley Trail“ und „Mount Edith Cavell Trail“.

Wir hatten einen wirklich fantastischen Tag auf dem „Icefields Parkway“ und kommen erst am späten Abend auf dem Wabasso Campground an. Dieser befindet sich nur noch einige Kilometer südlich von Jasper.

Mangels Übernachtungsmöglichkeiten mussten wir heute zwar den ganzen „Icefields Parkway“ an einem Tag befahren. Doch die nächsten 3 Nächte verbringen wir hier bei Jasper und können dann auch wieder einige Kilometer zurück fahren.

Weiterhin schauen wir uns die nächsten Tage das Städtchen Jasper und die weitere Umgebung an. Diese Zeit haben wir mit sehr vielen Outdoor Aktivitäten verbracht. Davon berichten wir Euch im nächsten „Reisebericht aus Jasper“.