Indian Summer Roadtrip in Kanada (Kanada: Teil 4)

Unser „Indian Summer“ Roadtrip in Kanada war sehr abwechslungsreich und schön. Wir haben in diesen 12 Tagen ganze 2594 Kilometer Strecke zurückgelegt. Bei bestem Wetter konnten wir viel Zeit mit Wanderungen und Kanu/Kajak Touren in der Natur verbringen.


Bevor wir euch aus der wunderbaren Welt der kanadischen Rocky Mountains berichten, fassen wir die letzten Tage aus dem Osten Kanadas noch einmal kurz zusammen und ziehen ein kurzes Fazit.

„Indian Summer“ Roadtrip Kanada Route

Selfie bei einer Biberdamm Überquerung
Selfie bei einer Biberdamm Überquerung

Wir steigern uns langsam. Beim letzten Stopp unserer Weltreise sind wir 1894 Kilometer durch Island gefahren und nun sind es hier im Osten Kanadas sogar 2594 Kilometer geworden.

Wir verraten schon mal, dass auf unserer nächsten Reise durch Kanadas „wilden“ Westen schon über 4000 Kilometer zusammen kommen.

Natürlich haben wir (wie übrigens fast jeder europäische Tourist vor uns) die großen Distanzen im zweitgrößten Land der Erde ein wenig unterschätzt. Kanada ist wirklich unglaublich groß und man benötigt viel Zeit auf den Straßen!

Falls jemand von euch plant, dieses Land vollständig zu durchqueren… schaut euch doch bitte nochmal genau auf der Karte an, was das für ein Vorhaben wird.

Mittlerweile haben wir auch ein ganz anderes Gefühl für Distanzen bekommen. 100 Kilometer hin oder her zu fahren jucken uns nicht mehr groß. Schon lustig, dass wir uns vor 8 Wochen noch in Deutschland an 10 Kilometern Umweg gestört haben. 🙂

 

Die interaktive Route des „Indian Summer“ Roadtrips:

Zoomt ruhig mal ein wenig in oder aus der Karte oben, um ein Gefühl für die Größe Kanadas zu bekommen. Vielleicht hätten wir das bei unserer Reiseplanung vorab auch mal machen sollen. 😉

 

Tribut an meine „radreisenden“ Freunde

Zufälligerweise kenne ich gute alte Freunde, welche durch Kanada sogar mit dem Rad gereist sind. Nachdem wir nun schon bei einer Reise mit dem Auto über die enormen Distanzen schreiben, wie krass muss das erst mit dem Rad sein???

Mein früherer Nachbar Uwe Schoppel und mein ehemaliger Arbeitskollege Rolf Langohr (Schöne Grüße an dieser Stelle) sind zusammen im Jahre 2008 sogar den ganzen Highway 1 von Süd nach Nord aus den USA über Kanada nach Alaska mit dem Rad abgefahren.

Uwe hat dabei beeindruckende 10242 Kilometer in Amerika mit dem Rad zurückgelegt. Was für eine grandiose Leistung! Falls ihr hier mitlest: Vollsten Respekt dafür, meine lieben Freunde!

Wer Interesse an diesem und noch anderen Abenteuern der Weltreisenden aus Maulbronn hat, kann das auf deren Webseite nachlesen: https://dieweltreisenden.de/tagebuch/alaska-2008 (Uwe ist seit ca. 10 Jahren ein radfahrender Globetrotter und ist dabei schon durch viele bekannte Reiseländer ganz alleine mit dem Rad gefahren. Unter Anderem durch Australien, Neuseeland, Thailand und durch ganz Südamerika!!!

Desweiteren sind zwei weitere Bekannte in den Jahren 2014/2015 über 400 Tage mit dem Rad in Kanada unterwegs gewesen und haben dabei natürlich auch viel spannende Abenteuer erleben dürfen.

Schaut auch gern hier vorbei bei Interesse: https://jumpingtheworld.wordpress.com/category/kanada/

 

Zusammenfassung unseres Indian Summer Roadtrips

Nun aber zurück zu unserem „Indian Summer“ Roadtrip auf vier Rädern. Immerhin haben wir in den 12 Tagen bei Wanderungen auch ca. 75 Kilometer zu Fuß und 24 Kilometer über das Wasser mit dem Kanu/Kajak zurückgelegt.

 

Tag 1+2: Niagara Falls

Niagara Falls Kanada
Niagara Falls Kanada

Nach unserem längeren Stopp in Island, sind wir in Toronto gelandet. Von dort gleich weiter zu den Niagara Falls gefahren.

Wie es uns dort gefallen hat, kann man unserem ersten Reisebericht aus Kanada entnehmen. Wir nutzen die dortige Zeit auch, um unsere weiteren Pläne für die Reise durch den Osten Kanadas ein wenig zu konkretisieren.

 

 

 

Tag 3+4: lange Fahrt nach Québec City

roadtrip, vorbei an den Städten in die Natur Kanadas
Roadtrip, vorbei an den Städten in die Natur Kanadas

Nach dem ersten kleinen Kulturschock an den Niagara Falls ging es entlang des Sankt-Lorenz-Strom zügig weiter in Richtung Québec.

Wir vermieden bewusst die großen Metropolen wie Toronto und Montreal, obwohl es sicherlich sehr sehenswerte Städte sind. Die Natur Kanadas zu erleben ist unser primäres Ziel.

Auf dem langen Weg nach Québec City übernachten wir auf halbem Weg im beschaulichen Prescott.

Allein über die dortige „Hobbit“ Unterkunft gäbe es Einiges zu schreiben, aber diese lustige Geschichte erzählen wir euch dann mal persönlich. Es war jedenfalls einer der ungewöhnlichsten Orte, in dem wir beide jemals übernachtet haben. 😉

Die Distanzen in Kanada sind immens. Wir planten anfangs ja sogar, ganz Kanada von Osten nach Westen zu durchfahren, und müssen jetzt darüber lachen wie wir uns das vorgestellt haben. (Siehe oben)

 

Tag 5: Québec City

Québec Altstadt
Québec City Altstadt

In Québec City angekommen, schauten wir uns die romantische Altstadt an und verbrachten 2 tolle Tage in einer netten AirBnB Unterkunft außerhalb der Stadt.

Ursprünglich wollten wir danach ja einige Tage in einer Blockhütte in der Wildnis verbringen.

Bedingt durch die ungewöhnlich kühlen Temperaturen vor Ort und fehlender Heizmöglichkeiten, wurde uns das von der Besitzerin aber dann abgeraten.

Nach einigen Überlegungen haben wir uns dann entschlossen, diesen Rat anzunehmen, und machten uns auf die spontane Suche nach Alternativen.

 

Tag 6: La Mauricie Nationalpark

La Mauricie Kajak-Tour
La Mauricie Kajak-Tour

Wir verbringen nun 2 Nächte beim La Mauricie Nationalpark und das stellt sich im Nachhinein als eine grandiose Alternative heraus.

Das ganztägige „Chutes Waber“ Abenteuer mit dem Kajak war eine unserer schönsten Touren der bisherigen Weltreise! Darüber haben wir ja schon einen ausführlichen Reisebericht geschrieben.

 

Tag 7: Fahrt zum Algonquin Nationalpark

Diesen Tag verbrachten wir leider fast ausschließlich in unserem Auto, denn es galt über 700 Kilometer zurückzulegen. So langsam aber sicher gewöhnen wir uns an das viele Fahren und diese großen Distanzen.

 

Tage 8-10: Algonquin Nationalpark

Algoquin NP: Mizzy Lake Trail
Algoquin NP: Mizzy Lake Trail

Hier sind wir endlich wieder in der einzigartigen kanadischen Natur auf unseren eigenen Füßen unterwegs.

Während der folgenden 3 Tage unternahmen wir viele verschiedene Wanderungen durch den Nationalpark.

Über diese berichteten wir schon im letzten veröffentlichten Reisebericht: „Wandern im Indian Summer des Alqonquin Nationalparks„.

 

 

Tag 11: Silent Lake Provencial Park

Die stille Natur des Silent Lake
Die stille Natur des Silent Lake

Wir wollten auf dem Weg zu unserer Unterkunft für die letzten beiden Tage im Osten Kanadas gerne nochmal Wandern oder Kanu fahren.

Der Silent Lake Provencial Park wurde uns von der netten Besitzerin der nächsten Unterkunft empfohlen und dieser Tipp war Gold wert! (THANK YOU TRACEY!)

Der „Silent Lake“ ist ein absoluter Geheimtipp wenn ihr mal in der Nähe von Bancroft in Ontario seid (ca. 2 Stunden nordöstlich von Toronto)

Hier unternahmen wir nochmal eine sehr idyllische Kanu-Tour. Der See machte seinem Namen alle Ehre und es war ungewöhnlich still dort. Außer ein paar netten Einheimischen war sonst niemand dort.

Hier noch einige schöne Bilder unserer Kanu Tour im Silent Lake Provencial Park:

Tag 11+12: Das „Fat Squirrel“ irgendwo im Nirgendwo

Indian Summer Roadtrip Ausklang am Lagerfeuer
Roadtrip Ausklang am Lagerfeuer

Unsere letzten beiden Tage verbringen wir nochmal mitten in der Natur in der AirBnB Unterkunft „Fat Squirrel“.

Der perfekte Spot, um die vielen Eindrücke der letzen Wochen während unserer bisherigen Reise ein wenig sacken zu lassen.

Den letzten Abend sitzen wir bei klarem Sternenhimmel am Lagerfeuer mit Tracey, ihrem Nachbarn und zwei anderen Gästen aus Toronto.

Ein sehr schöner Ausklang! Wir lernen die kanadische Kultur aus erster Hand kennen und dazu noch einige verrückte Reisegeschichten. 🙂

Weiterflug nach Calgary

Wie schon in Island, geht hier eine weitere schöne Reise durch den Osten Kanadas zu Ende. Doch unsere Weltreise geht weiter.

Der Weiterflug zum nächsten Ziel in unserem Flitterjahr nach Calgary steht an. Dort werden wir mit einem Wohnmobil für 30 Tage den „wilden“ Westen Kanadas erkundschaften.

Insbesondere die kanadischen Rocky Mountains und Vancouver Island stehen für uns dabei im Fokus.

Indian Summer Roadtrip: Fazit und Ausblick

Indian Summer Roadtrip
Indian Summer Roadtrip

Die kanadische Wildnis in den großen Nationalparks, aber auch der Flair der kanadischen Großstädte Toronto, Montreal, Québec City und Ottawa bringen viel Abwechslung in den Osten Kanadas!

Unsere Zeit dort war aufgrund der unterschätzten großen Distanzen vielleicht ein wenig knapp bemessen. Deswegen mussten wir auf diesem Stopp unserer Weltreise einige Prioritäten setzen.

Außer einer Stadtbesichtigung in Québec City, haben wir uns voll auf die Natur im kanadischen Indian Summer konzentriert. Das hat sich aber unserer Meinung nach voll ausgezahlt!

Das war es nun auch vorerst mit unseren Reiseberichten vom zweiten Stopp unseres Flitterjahr Weltreise aus dem Osten Kanadas!

Wir fliegen nun in den westlichen Teil Kanadas und werden die nächsten 30 Tage mit einem Wohnmobil von Calgary über die Rocky Mountains bis nach Vancouver Island.

Ein neues Abenteuer beginnt… Wir melden uns bald wieder und berichten unter Anderem von unserem kleinen Fehlstart in Calgary, der wunderbaren Welt der Rocky Mountains und unserer eindrucksvollen Zeit aus Vancouver Island. Wir hoffen, ihr seid auch wieder dabei 🙂

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